Blumen auf dem Teller – von der Dekoration zum Geschmackserlebnis Essbare Blüten erleben gerade eine echte Renaissance – dabei ist das Wissen darüber so alt wie der Gartenbau selbst. Schon im Mittelalter wurden Blüten zum Würzen, Heilen und Verfeinern von Speisen genutzt. Wer heute im eigenen Garten auf essbare Sorten setzt, hat nicht nur etwas fürs Auge, sondern auch für die Küche – von würzig über süßlich bis leicht scharf ist die Bandbreite überraschend groß.
Das Wichtigste zuerst – nur ungespritzte Blüten essen Bevor es ans Ernten geht, gilt eine Regel ohne Ausnahme: Nur Blüten aus dem eigenen Garten oder aus kontrolliert biologischem Anbau verwenden. Blumen aus dem Gartencenter, Floristen oder vom Supermarkt sind in der Regel mit Pflanzenschutzmitteln behandelt und dürfen nicht verzehrt werden. Auch am Straßenrand gepflückte Blüten sind tabu – zu groß ist das Risiko von Schadstoffen und Hundestellen. Wer sich bei einer Pflanze nicht hundertprozentig sicher ist, lässt sie lieber stehen.
Kapuzinerkresse – der Klassiker Kapuzinerkresse ist die bekannteste essbare Blüte für Garten und Balkon. Die Blüten schmecken leicht scharf und pfeffrig, ähnlich wie Kresse – ideal für Salate, Sandwiches und als Garnitur. Auch die Blätter sind essbar. Sie blüht von Juni bis Oktober in leuchtendem Gelb, Orange und Rot und ist ein echter Hingucker. Die Drucksprühflasche SprayForce eignet sich gut für das schonende Gießen empfindlicher Blütenpflanzen direkt an der Wurzel.
Weitere klassische essbare Blüten Gänseblümchen sind mild und dezent im Geschmack – kleine Blüten können ganz gegessen werden, sie machen sich schön in Salaten und auf Quark. Ringelblume schmeckt leicht pikant und leicht bitter – die Blütenblätter geben Salaten und herzhaften Gerichten Farbe und Würze und wurden früher sogar zum Einfärben von Reis verwendet. Borretsch, auch Gurkenkraut genannt, hat ein frisches, gurkiges Aroma – ideal für Salate, Bowlen und als Dekoration in Eiswürfeln. Kornblumen haben wenig Eigengeschmack, sind aber optisch unschlagbar – leuchtend blau, schön in Teemischungen und auf Desserts. Veilchen schmecken mild-blumig und lassen sich kandieren, in Salate geben oder in Eiswürfeln einfrieren.
Kräuterblüten – oft vergessen, aber aromatisch Die Blüten aller Küchenkräuter sind essbar – und oft noch intensiver im Aroma als die Blätter selbst. Schnittlauchblüten schmecken leicht zwiebelartig, Oreganoblüten würzig, Thymianzärtlicher, Salbeiblüten kräftig-aromatisch. Wer Kräuter im Garten hat und die Blüten stehen lässt, hat automatisch einen kleinen essbaren Blütengarten. Der Stoff Pflanzkübel FoldBloom eignet sich gut, um eine bunte Auswahl essbarer Kräuter und Blütenpflanzen auf kleinem Raum auf Balkon und Terrasse zu kombinieren.
Gemüseblüten – unterschätzt und lecker Zucchiniblüten sind in der mediterranen Küche ein echter Klassiker – gefüllt und gebacken oder frisch im Salat. Kürbisblüten lassen sich ähnlich verwenden. Auch Erbsen- und Bohnenblüten sind essbar – ihr Geschmack erinnert leicht an die zugehörige Frucht.
Richtig ernten – morgens und frisch verwerten Der beste Erntezeitpunkt ist der Vormittag, sobald der Tau abgetrocknet ist – dann sind die Aromen am intensivsten. Blüten, die bei voller Mittagssonne geerntet werden, verlieren schnell an Geschmack. Nur Blüten ernten, die frisch geöffnet sind – verblühte haben kaum noch Aroma. Vor dem Verzehr leicht abklopfen oder kurz in kaltem Wasser abspülen, um Insekten und Schmutz zu entfernen. Bei großen Blüten wie Rosen nur die Blütenblätter verwenden – der weiße Ansatz am Blütenblatt schmeckt oft bitter.
Giftige Blüten – Vorsicht ist geboten Nicht jede schöne Blüte ist essbar. Giftig und auf keinen Fall zu verzehren sind unter anderem Oleander, Fingerhut, Eisenhut, Herbstzeitlose, Maiglöckchen und Lupinen. Im Zweifelsfall nie probieren – lieber auf Nummer sicher gehen.
Fazit Essbare Blüten sind eine einfache, schöne Möglichkeit, Gerichte aufzuwerten – optisch und geschmacklich. Wer im eigenen Garten ein paar essbare Sorten anbaut, hat von Frühling bis Herbst immer etwas Besonderes griffbereit.