Titel: Gartenteich bepflanzen – welche Pflanzen ins Wasser gehören
Pflanzen machen den Teich erst lebendig Ein Gartenteich ohne Pflanzen ist nur ein Loch mit Wasser. Erst die richtige Bepflanzung schafft ein funktionierendes Ökosystem – mit klarem Wasser, weniger Algen und einem lebendigen Lebensraum für Insekten, Frösche und Libellen. Wer weiß, welche Pflanze in welche Zone gehört, legt den besten Grundstein.
Die vier Zonen – das Wichtigste zuerst Ein Gartenteich gliedert sich in vier Bereiche, die jeweils unterschiedliche Pflanzen brauchen. Die Tiefwasserzone ab etwa 60 Zentimeter Tiefe ist der Bereich der Seerosen – sie wurzeln im Boden und legen ihre Blätter auf der Oberfläche ab. Die Flachwasserzone zwischen 20 und 50 Zentimetern Tiefe eignet sich für Pflanzen wie Rohrkolben, Schwertlilie oder Schwanenblume. Die Sumpfzone mit nur etwa 10 bis 15 Zentimetern Wassertiefe ist für Pflanzen gedacht, die nasse Füße mögen, aber nicht vollständig im Wasser stehen wollen – Blutweiderich, Wasserschwertlilie oder Sumpf-Vergissmeinnicht sind typische Vertreter. Die Uferzone bildet den Übergang zum Garten und kann mit feuchtigkeitsliebenden Stauden bepflanzt werden.
Seerosen – der Klassiker im Teich Seerosen sind die bekanntesten Teichpflanzen und sehen in jedem Gartenteich wunderschön aus. Wichtig beim Kauf: Seerosen gibt es in sehr unterschiedlichen Größen – für kleine Teiche unbedingt kompakte Zuchtsorten wählen, da die Wildformen viel Platz brauchen. Pro mittelgroße Seerose etwa ein bis zwei Quadratmeter Wasserfläche einplanen. Einmal im Jahr einen speziellen Teichdünger tief in den Pflanzkorb drücken – nie direkt ins Wasser geben.
Unterwasserpflanzen – unsichtbar, aber unverzichtbar Unterwasserpflanzen wie Wasserpest oder Hornkraut wachsen komplett unter der Wasseroberfläche und sind kaum sichtbar – trotzdem sind sie die wichtigsten Pflanzen im Teich. Sie produzieren Sauerstoff, entziehen dem Wasser Nährstoffe und bremsen so das Algenwachstum. Wer einen gesunden, klaren Teich haben möchte, kommt an Unterwasserpflanzen nicht vorbei.
Wie viele Pflanzen – und in welche Körbe? Als Faustregel gilt: Nicht mehr als zwei Drittel der Teichfläche bepflanzen, die Wasserfläche mindestens zur Hälfte frei lassen. Zu viele Pflanzen bringen das biologische Gleichgewicht aus dem Takt und fördern Algenbildung. Wuchsfreudige Pflanzen am besten in Pflanzkörbe setzen – so lässt sich die Ausbreitung kontrollieren und die Körbe können später leicht entnommen und geteilt werden. Normale Gartenerde ist im Teich nicht geeignet – sie enthält zu viele Nährstoffe und trübt das Wasser. Spezielle nährstoffarme Teicherde oder Tongranulat verwenden. Die Gartenhandschuhe DornGuard schützen die Hände beim Einpflanzen zuverlässig – Teichpflanzen haben oft scharfe Kanten und Stiele.
Wann bepflanzen? Der beste Zeitraum für die Teichbepflanzung ist März bis Juni – dann sind die Temperaturen mild, die Pflanzen wachsen schnell an und etablieren sich gut vor dem Sommer.
Pflege im Laufe des Jahres Im Herbst kein Laub im Teich liegen lassen – es verrottet zu Faulschlamm und erhöht den Nährstoffgehalt. Wuchernde Pflanzen regelmäßig auslichten, alle drei bis vier Jahre teilen. Röhrichte im Herbst nicht zurückschneiden – die hohlen Stängel sind wichtige Überwinterungsplätze für Insekten.
Fazit Ein bepflanzter Gartenteich ist mit dem richtigen Wissen kein Hexenwerk. Wer die vier Zonen kennt, auf Unterwasserpflanzen nicht verzichtet und die Fläche nicht überbepflanzt, hat langfristig einen lebendigen, klaren Teich mit wenig Pflegeaufwand.