Was ist Kompost – und warum lohnt es sich? Kompost ist selbst hergestellter Dünger aus Garten- und Küchenabfällen. Wer einen Komposthaufen anlegt, spart sich Biodünger, reduziert seinen Hausmüll und tut gleichzeitig etwas für den Boden. Der entstehende Humus lockert die Erde auf, speichert Wasser besser und liefert Nährstoffe für Pflanzen – ganz ohne Chemie.
Der richtige Standort Der Kompost sollte im Halbschatten stehen, windgeschützt und direkt auf dem Erdboden – nicht auf Pflastersteinen oder Fliesen. Der Bodenkontakt ist wichtig, damit Regenwürmer und andere nützliche Bodenlebewesen einwandern können. Ein guter Tipp: Den Platz so wählen, dass er auch bei schlechtem Wetter gut erreichbar ist – wer weit laufen muss, bringt Küchenabfälle seltener raus.
Was kommt rein – und was nicht? Grundsätzlich gilt: alles Rohe und Organische darf in den Kompost. Dazu gehören Rasenschnitt, Laub, Kräuter, Obst- und Gemüsereste, Kaffeesatz, Teebeutel, Eierschalen und zerkleinertes Papier in kleinen Mengen. Wichtig ist eine gute Mischung aus feuchtem, nährstoffreichem Material wie Rasenschnitt und trockenem, strukturreichem Material wie Laub oder Zweigen – das sorgt für eine gute Belüftung und verhindert Fäulnis. Fleisch, Fisch, gekochte Essensreste und Milchprodukte gehören nicht auf den Kompost – sie locken Ratten an.
Wie wird der Kompost angelegt? Der Aufbau erfolgt schichtweise: als unterste Lage grobes Material wie Holzhäcksel oder Äste für die Belüftung, dann Gartenerde als Startschicht für Mikroorganismen, danach die organischen Abfälle immer wieder abwechselnd schichten. Keine Schicht sollte aus nur einem Material bestehen. Regelmäßiges Umschichten – mindestens einmal pro Saison – bringt Sauerstoff in den Haufen und beschleunigt die Zersetzung. Nach etwa 10 bis 12 Monaten ist der Kompost fertig – erkennbar daran, dass er braun, bröckelig ist und leicht süßlich riecht.
Kein Garten? Wurmkiste für den Balkon Wer keinen Garten hat, muss nicht auf selbst gemachten Kompost verzichten. Eine kleine Wurmkiste lässt sich auf dem Balkon aufstellen – sie verarbeitet Küchenabfälle zu wertvollem Wurmhumus, der sich hervorragend als Dünger für Balkonpflanzen eignet.
Fazit Kompostieren ist einfacher als viele denken – und einer der nachhaltigsten Dinge, die man im Garten tun kann. Wer einmal den Dreh raus hat, möchte nicht mehr darauf verzichten.