Nicht jede Pflanze braucht ein Winterquartier Wenn die Temperaturen sinken, stellt sich jedes Jahr dieselbe Frage: Welche Kübelpflanzen müssen rein – und welche können draußen bleiben? Die Antwort hängt von der Herkunft und Winterhärte der Pflanze ab. Wer das einmal verstanden hat, spart sich im Herbst viel Unsicherheit.
Drei Kategorien – winterhart, bedingt winterhart, frostempfindlich Winterharte Pflanzen wie Koniferen, Buchsbaum, Bambus oder Kirschlorbeer können problemlos draußen überwintern – sie brauchen allenfalls etwas Schutz für die Wurzeln. Bedingt winterharte Pflanzen wie Lavendel, Oleander, Lorbeer oder Olive vertragen leichten Frost, sollten aber an einen geschützten Platz nahe der Hauswand gestellt und der Topf mit Jute oder Vlies umwickelt werden. Frostempfindliche Pflanzen wie Geranien, Fuchsien, Hibiskus, Zitrus- oder Bougainvillea müssen ins Winterquartier – spätestens wenn die Temperaturen dauerhaft unter 10 Grad sinken.
Das richtige Winterquartier Für die meisten Kübelpflanzen gilt: hell, kühl und frostfrei ist ideal – Temperaturen zwischen 5 und 10 Grad sind perfekt. Ein unbeheizter Wintergarten, ein heller Keller, das Treppenhaus oder eine Garage eignen sich gut. Wichtig: Je wärmer der Raum, desto mehr Licht braucht die Pflanze – dunkle und warme Räume sind ungeeignet, da die Pflanzen vergeilen und schwächeln. Laubabwerfende Pflanzen kommen auch mit dunkleren Räumen zurecht, solange es kühl genug ist.
Vorbereitung vor dem Einräumen Vor dem Einwintern die Pflanze auf Schädlingsbefall kontrollieren – Schildläuse und Spinnmilben machen keinen Winterschlaf und können sich über den Winter stark vermehren. Welke Blätter entfernen, den Topfballen etwas abtrocknen lassen – ein nasser Ballen fördert Wurzelfäule. Einen leichten Rückschnitt kann man jetzt machen, der eigentliche Schnitt erfolgt aber erst im Frühjahr. Ab August keinen Dünger mehr geben – die Pflanze soll das Wachstum einstellen und sich auf den Winter vorbereiten.
Schutz für draußen bleibende Pflanzen Wer Kübelpflanzen draußen überwintern möchte, sollte den Topf auf eine Styroporplatte stellen – das isoliert gegen Bodenkälte. Den Topf mit Jute, Vlies oder Noppenfolie umwickeln, die Pflanzen dicht an die Hauswand stellen. Mehrere Kübel zusammengestellt schützen sich gegenseitig vor Wind. Tontöpfe unbedingt frostfrei einlagern – sie platzen bei gefrierendem Wasser. Der Stoff Pflanzkübel FoldBloom ist atmungsaktiv und frostbeständiger als Tontöpfe – eine praktische Alternative für den Balkon.
Im Winter nicht vergessen: gießen Auch im Winterquartier brauchen Pflanzen gelegentlich Wasser – besonders immergrüne Arten verdunsten auch in der Ruhezeit Feuchtigkeit. Faustregel: erst gießen, wenn die Erde trocken ist. Gedüngt wird im Winter grundsätzlich nicht.
Fazit Kübelpflanzen überwintern ist einfacher als viele denken – wenn man weiß, welche Pflanze was braucht. Winterharte Arten können mit etwas Schutz draußen bleiben, frostempfindliche müssen rechtzeitig ins Haus. Wer gut vorbereitet, hat im Frühling gesunde Pflanzen und kann direkt in die neue Saison starten.