Unsichtbare Schäden – sichtbare Folgen Wer im Frühjahr Pflanzen findet, die plötzlich welken, umfallen oder sich aus der Erde ziehen lassen wie aus einem losen Sandhaufen, hat oft das gleiche Problem: Wühlmäuse haben die Wurzeln von unten abgefressen. Die Nager sind kaum zu sehen – ihre Schäden dafür umso mehr.
Wühlmaus oder Maulwurf? Der Unterschied ist wichtig Bevor gehandelt wird, unbedingt sicherstellen, womit man es zu tun hat – denn der Maulwurf steht unter Artenschutz und darf nicht bekämpft werden. Der Unterschied ist einfach zu erkennen: Maulwurfshügel sind rund, hoch aufgeworfen und die Öffnung liegt genau in der Mitte. Wühlmaushügel sind flacher, oval und die Öffnung sitzt am Rand des Hügels. Wer unsicher ist, deckt einen Gang auf – wird er innerhalb von sechs Stunden wieder verschlossen, handelt es sich um eine Wühlmaus. Maulwürfe nutzen Gänge in der Regel nur einmal.
Was Wühlmäuse besonders gerne fressen Wühlmäuse sind Vegetarier – aber keine wählerischen. Besonders beliebt sind Möhren, Kartoffeln, Rote Bete, Blumenzwiebeln und die Rinde junger Obstbäume. Wer abgebissene Wurzeln oder halbgefressene Knollen im Boden findet, hat höchstwahrscheinlich Wühlmäuse. Gefährdet sind vor allem frisch angelegte Beete, Hochbeete und Neupflanzungen – da die Erde locker und leicht zu durchwühlen ist.
Vorbeugung – der zuverlässigste Schutz Der wirksamste Schutz gegen Wühlmäuse ist eine mechanische Barriere. Beim Anlegen von Hochbeeten und Beeten Drahtgitter oder Wühlmausnetze unter dem Boden auslegen – Maschenweite nicht mehr als 15 Millimeter. Obstbäume und wertvolle Stauden in Drahtschutzkörben einpflanzen – sie halten die Nager dauerhaft von den Wurzeln fern. Wer seinen Garten naturnah gestaltet, kann natürliche Feinde fördern: Füchse, Mauswiesel, Marder und Greifvögel dezimieren Wühlmauspopulationen zuverlässig. Ein Totholzhaufen in einer ruhigen Gartenecke bietet Mauswieseln einen Unterschlupf. Bestimmte Pflanzen sollen Wühlmäuse durch ihren Geruch abhalten – darunter Kaiserkronen, Narzissen, Knoblauch und Lavendel. Der Erfolg ist nicht garantiert, aber als Begleitmaßnahme sinnvoll.
Hausmittel – was einen Versuch wert ist Wühlmäuse reagieren empfindlich auf starke Gerüche. Vergorene Buttermilch, Knoblauchsud oder Brennnesseljauche in die Gangeingänge gegossen kann die Tiere vertreiben – der Effekt hält jedoch nicht dauerhaft an und muss regelmäßig wiederholt werden. Tierhaare von Hund oder Katze in den Gängen verteilt wirken als natürliches Vergrämungsmittel. Diese Methoden sind sanft und umweltverträglich – als erste Maßnahme bei geringem Befall gut geeignet.
Der richtige Zeitpunkt für die Bekämpfung Wühlmäuse halten keinen Winterschlaf – sie sind das ganze Jahr über aktiv. Die wirksamsten Zeiträume für die Bekämpfung sind der Spätherbst, solange der Boden noch offen ist, und das frühe Frühjahr vor Beginn der Fortpflanzungszeit. Ab März können sich die Tiere sehr schnell vermehren – ein Weibchen bringt bis zu zwanzig Junge pro Jahr zur Welt. Wer früh eingreift, verhindert eine größere Ausbreitung. Bei starkem Befall sind Lebendfallen eine wirksame und tierschonende Option – direkt in den Gang gesetzt und mit Möhre, Apfel oder Sellerie als Köder bestückt. Beim Umgang mit Fallen immer Handschuhe tragen – Wühlmäuse meiden den menschlichen Geruch. Die Gartenhandschuhe DornGuard eignen sich gut für alle Arbeiten rund um die Bekämpfung.
Fazit Wühlmäuse lassen sich am besten durch Vorbeugung in Schach halten – Drahtgitter unter Beeten und Schutzkörbe um Wurzeln sind die zuverlässigsten Maßnahmen. Wer bereits Befall hat, beginnt mit sanften Hausmitteln und steigert bei Bedarf. Frühzeitiges Handeln vor der Vermehrungszeit macht den größten Unterschied.