Feldsalat anbauen mit vier Bildern: Feldsalat im Hochbeet, Nahaufnahme der Blätter, Ernte per Hand und frisch geernteter Feldsalat in einer Schale, darüber der Text „Feldsalat anbauen – die winterharte Alternative zum Kopfsalat“.

Feldsalat anbauen – die winterharte Alternative zum Kopfsalat

Frisches Grün, wenn der Rest des Gartens schläft Feldsalat ist das zuverlässigste Wintergemüse überhaupt – robust, anspruchslos und voller Nährstoffe. Sein leicht nussiges Aroma macht ihn zur beliebtesten Salatpflanze der kalten Jahreszeit. Wer ihn einmal selbst angebaut hat, greift selten wieder zur abgepackten Variante aus dem Supermarkt.

Standort – sonnig bis halbschattig, anspruchslos Feldsalat stellt kaum Ansprüche an den Standort – er wächst an sonnigen wie halbschattigen Plätzen gleichermaßen gut. Im Hochsommer ist ein halbschattiger Standort sogar besser, da pralle Sonne das Schossen beschleunigt. Der Boden sollte locker, humos und gut wasserhaltend sein – Staunässe meiden. Als Schwachzehrer braucht er kaum Dünger – eine Kompostgabe vor der Aussaat reicht vollständig. Feldsalat ist die ideale Nachkultur: Wer nach der Sommerernte Beetfläche frei hat, sät direkt nach.

Wann aussäen – August bis Oktober ist die Hauptzeit Die Hauptaussaatzeit liegt zwischen August und September – dann haben die Pflanzen genug Zeit, sich vor dem Winter zu etablieren. In milden Regionen ist eine Aussaat noch bis Oktober möglich. Wer zwischen September und Oktober ernten möchte, sät bereits im Juli aus. Für eine frühere Frühjahrsernte eignen sich schossfeste Sorten, die ab Februar auf der Fensterbank vorgezogen werden können. Gestaffelte Aussaat alle zwei bis drei Wochen sorgt für eine kontinuierliche Ernte über Monate.

Aussaat – Lichtkeimer, direkt ins Freiland Feldsalat ist ein Lichtkeimer – die winzigen Samen nur einen halben bis maximal einen Zentimeter tief in Rillen legen, mit Erde bedecken und gut andrücken. Wer kleine Samen mit Sand mischt, kann sie gleichmäßiger verteilen. Reihenabstand etwa 15 Zentimeter, Abstand in der Reihe fünf bis acht Zentimeter. In den ersten drei Wochen nach der Aussaat ist gleichmäßige Feuchtigkeit entscheidend – die Erde darf nicht austrocknen, darf aber auch nicht dauerhaft nass sein. Ein Vlies über der Aussaat hält die Feuchtigkeit länger und schützt vor zu rascher Austrocknung. Der Pflanzbohrer PlantDrill hilft dabei, gleichmäßige Saatrillen schnell und sauber vorzubereiten.

Pflege – Unkraut jäten ist die Hauptaufgabe Feldsalat braucht kaum Pflege – aber regelmäßiges Jäten ist wichtig, besonders in den ersten Wochen nach der Aussaat, wenn die Pflänzchen noch klein sind und leicht von Unkraut überwachsen werden. Feldsalat wächst langsam – wer jetzt nicht jätet, verliert ihn im Unkrautdickicht. Später gießen nur bei Bedarf – lieber etwas zu trocken als dauerhaft nass, da Feuchtigkeit Falschen Mehltau fördert. Wer mehltauresistente Sorten wie Vit, Gala oder Favor wählt, hat deutlich weniger Probleme.

Ernte – von Oktober bis März Feldsalat ist sechs bis acht Wochen nach der Aussaat erntereif – erkennbar an einer Rosette von etwa acht bis zehn Zentimetern Durchmesser. Die Ernte läuft von Oktober bis März – an milden Wintertagen lässt sich Feldsalat direkt aus dem Freiland ernten, selbst bei leichtem Frost. Am besten am Abend ernten – dann ist der Nitratgehalt durch das Sonnenlicht des Tages bereits reduziert. Mit einer Schere oder einem scharfen Messer knapp über dem Wurzelansatz abschneiden. Frisch geernteter Feldsalat hält sich im Kühlschrank, in ein leicht feuchtes Küchentuch eingewickelt, zwei bis drei Tage.

Im Hochbeet und auf dem Balkon – problemlos möglich Als Nachkultur ist Feldsalat auch im Hochbeet ideal – wenn die Sommerernte abgeschlossen ist, zieht er direkt nach. Die Regeln sind dieselben wie im Freiland. Auf dem Balkon funktioniert er in Kästen oder Kübeln ebenso gut – mindestens zehn Zentimeter Tiefe einplanen, Drainageschicht nicht vergessen.

Fazit Feldsalat anbauen ist für jeden machbar – kein anderes Gemüse liefert so zuverlässig frisches Grün tief im Winter, mit so wenig Aufwand und so viel Geschmack. Wer gestaffelt sät, hat von Oktober bis März immer einen gefüllten Erntekorb.

Zurück zum Blog