Weg fahren und trotzdem gutes Gewissen haben Wer Pflanzen hat und in den Urlaub fährt, kennt das Gefühl: Kaum aus dem Haus, macht man sich Sorgen um die grünen Mitbewohner. Mit etwas Vorbereitung und den richtigen Methoden kommen die meisten Pflanzen problemlos durch eine Woche oder länger – ganz ohne tägliche Hilfe.
Vor der Abreise – was zuerst zu tun ist Einen Tag vor der Abreise gründlich gießen – die Erde sollte vollständig durchfeuchtet sein. Auf keinen Fall übertreiben und Staunässe riskieren, aber der Wasserspeicher der Erde sollte voll ausgenutzt werden. Verblühte und abgestorbene Pflanzenteile entfernen – das reduziert den Wasserverbrauch der Pflanze, da keine Energie mehr in nutzlose Triebe fließt. Pflanzen auf Schädlinge kontrollieren – was jetzt unbemerkt bleibt, kann sich in zwei Wochen Abwesenheit stark vermehren. Nicht mehr düngen kurz vor dem Urlaub – Dünger regt Wachstum an und erhöht damit den Wasserbedarf.
Standort anpassen – der einfachste Trick Balkonpflanzen in den Schatten stellen – je weniger direkte Sonne, desto weniger Wasser verdunstet. Zimmerpflanzen von der sonnigen Fensterbank auf einen kühleren, helleren Platz umstellen. Kühlere Temperaturen und weniger direkte Sonne verringern den Wasserbedarf deutlich – und kosten nichts. Pflanzen zusammenstellen – in einer Gruppe schaffen sie untereinander ein feuchtes Mikroklima und verlieren weniger Wasser.
DIY-Bewässerungsmethoden für Zimmerpflanzen Für eine Abwesenheit von bis zu zwei Wochen gibt es einfache Hausmittel, die funktionieren. Die PET-Flasche ist die praktischste Lösung: Ein kleines Loch in den Deckel bohren, Flasche mit Wasser füllen und kopfüber tief in die Erde stecken – die Pflanze zieht sich nach und nach genau so viel Wasser, wie sie braucht. Die Schnurmethode funktioniert über Kapillarkräfte: Ein Ende eines Wollfadens ins Wasser tauchen, das andere Ende in die Erde legen – das Wasser wandert langsam zur Pflanze. Wer mehrere Zimmerpflanzen hat, kann sie in der Badewanne auf feuchten Handtüchern aufstellen – durch das Abflussloch saugen sich die Wurzeln Feuchtigkeit von unten.
Für den Balkon – was wirklich hilft Balkonpflanzen trocknen schneller aus als Zimmerpflanzen – hier sind einfache DIY-Methoden oft nicht ausreichend. Tonkegel oder Bewässerungskugeln, die in die Erde gesteckt und mit Wasser befüllt werden, geben die Feuchtigkeit langsam und gleichmäßig ab – das reicht für ein bis zwei Wochen. Für längere Abwesenheiten sind automatische Bewässerungssysteme mit Zeitschaltuhr die zuverlässigste Lösung. Die Drucksprühflasche SprayForce eignet sich gut, um die Pflanzen direkt vor der Abreise noch einmal gründlich zu wässern und dabei gezielt jeden Kübel zu erreichen.
Den Nachbarn einweihen – wenn möglich Wer jemanden hat, der gelegentlich vorbeischauen kann, sollte dieser Person klare Anweisungen hinterlassen: welche Pflanze wie viel Wasser bekommt, welche empfindlich ist und was bei Problemen zu tun ist. Ein kurzer Testlauf eine Woche vor dem Urlaub – bei dem die gewählte Bewässerungsmethode ausprobiert wird – gibt zusätzliche Sicherheit.
Fazit Mit etwas Vorbereitung, dem richtigen Standort und einer einfachen Bewässerungshilfe kommen die meisten Pflanzen entspannt durch den Urlaub. Wer die Methode einmal vorher testet, kann entspannt abreisen.