Koriander anbauen mit Aussaat, Topfkultur, Gartenbeet und Ernte in einer magazinartigen Bildcollage.

Koriander anbauen – Tipps für Topf und Garten

Das Kraut, das die Gemüter spaltet – und trotzdem immer beliebter wird Koriander ist eines der meistgenutzten Gewürzkräuter der Welt – in asiatischen, mexikanischen und orientalischen Küchen ist er unverzichtbar. Dabei scheiden sich bei seinem Geschmack die Geister: Wer ihn liebt, schwört auf sein frisches, zitronig-würziges Aroma. Wer ihn nicht mag, beschreibt ihn als seifig. Der Grund dafür ist tatsächlich genetisch bedingt – manche Menschen nehmen bestimmte Aromastoffe anders wahr. Wer Koriander mag, sollte ihn unbedingt einmal selbst anbauen – frisch geerntet ist er eine ganz andere Erfahrung als getrocknet aus der Tüte.

Standort – sonnig für Samen, halbschattig für Blätter Je nachdem, was geerntet werden soll, empfiehlt sich ein unterschiedlicher Standort. Wer vor allem frische Blätter ernten möchte, pflanzt Koriander an einen halbschattigen, windgeschützten Platz – pralle Mittagssonne lässt die Pflanze schneller in die Blüte schießen und weniger Blattmasse bilden. Wer die aromatischen Samen ernten möchte, wählt einen vollsonnigen Standort – dort blüht Koriander früher und reichhaltiger. Der Boden sollte locker, gut durchlässig und mäßig nährstoffreich sein – Staunässe verträgt Koriander gar nicht.

Aussaat – gestaffelt für ununterbrochene Ernte Ab Mitte April kann Koriander direkt ins Freiland gesät werden – Fröste sollten keine mehr zu erwarten sein. Koriander verträgt das Umpflanzen sehr schlecht, da er eine empfindliche Pfahlwurzel bildet – daher immer direkt am endgültigen Standort aussäen. Die Samen nur etwa einen Zentimeter tief in die Erde legen und gut andrücken. Bis zur Keimung – etwa zwei bis drei Wochen – die Erde gleichmäßig feucht halten. Wer alle vier bis sechs Wochen nachsät, hat bis in den Herbst hinein ständig frisches Grün. Der Pflanzbohrer PlantDrill hilft dabei, gleichmäßige Saatrillen schnell vorzubereiten.

Topfkultur – worauf zu achten ist Im Topf mindestens 20 bis 25 Zentimeter Tiefe einplanen – Koriander bildet tiefe Wurzeln und braucht Platz nach unten. Unbedingt auf ein Abflussloch und eine Drainageschicht am Boden achten. Der Stoff Pflanzkübel FoldBloom eignet sich gut für Koriander auf Balkon und Terrasse – atmungsaktiv, mit natürlicher Drainage und ausreichend tief für die Pfahlwurzel.

Gießen und Düngen Koriander braucht gleichmäßige Feuchtigkeit – er reagiert empfindlich auf Trockenheit und schießt bei Wassermangel schnell in die Blüte, bevor ausreichend Blattmasse gebildet wurde. Gleichzeitig darf er nie in Staunässe stehen. Im Topf regelmäßig mit der Daumenprobe kontrollieren. Dünger braucht Koriander kaum – eine Kompostgabe vor der Aussaat reicht im Beet aus. Die Drucksprühflasche SprayForce eignet sich gut für das schonende, gleichmäßige Gießen direkt an der Wurzel.

Ernten – Blätter und Samen Blätter können ab einer Höhe von etwa 15 Zentimetern geerntet werden – immer von außen nach innen schneiden und das Zentrum der Pflanze schonen, damit sie neu austreiben kann. Nie mehr als ein Drittel auf einmal ernten. Wer Blütenknospen entfernt, verzögert das Schießen und verlängert die Blatterntezeit. Die Samen sind erntereif, wenn sie eine hellbraune Farbe angenommen haben – möglichst vor der vollständigen Reife ernten und nachreifen lassen, da sie sonst ausfallen. Getrocknete Samen können als Gewürz verwendet oder für die nächste Aussaat aufbewahrt werden.

Gute Nachbarn – schlechte Nachbarn Koriander versteht sich gut mit Tomaten, Gurken, Paprika, Erdbeeren und vielen anderen Kräutern. Nicht direkt neben Fenchel pflanzen – beide Doldenblütler vertragen sich nicht und beeinflussen sich gegenseitig negativ.

Fazit Koriander anbauen lohnt sich für alle, die ihn in der Küche schätzen – frisch selbst gezogen ist er aromatischer als jede gekaufte Alternative. Wer gestaffelt aussät und regelmäßig gießt, hat von April bis Oktober immer frisches Grün griffbereit.

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