Was ist Mulchen überhaupt? Mulchen bedeutet, die Bodenoberfläche mit einer Schicht aus organischem Material zu bedecken – ähnlich wie es die Natur selbst macht. Im Wald liegt immer eine Schicht aus Laub, Zweigen und Pflanzenresten auf dem Boden. Das hat einen guten Grund: Diese Schicht schützt den Boden, hält Feuchtigkeit, unterdrückt Unkraut und liefert beim Verrotten wertvolle Nährstoffe.
Warum mulchen? Die wichtigsten Vorteile Wer einmal konsequent mulcht, merkt schnell: Die Gartenarbeit wird deutlich weniger. Gemulchte Beete trocknen langsamer aus – das bedeutet weniger Gießen im Sommer. Unkrautsamen bekommen unter der Mulchschicht kein Licht und keimen nicht – das bedeutet weniger Jäten. Und im Winter schützt Mulch die Wurzeln empfindlicher Pflanzen vor Frost. Ein weiterer Vorteil: Organischer Mulch verottet mit der Zeit und verbessert langfristig die Bodenstruktur.
Welches Material eignet sich zum Mulchen? Die Wahl des Materials hängt vom Bereich und Zweck ab. Rasenschnitt ist stickstoffreich und ideal für Gemüsebeete – vor dem Ausbringen immer etwas antrocknen lassen, damit keine feuchten Matten entstehen. Rindenmulch eignet sich gut unter Sträuchern und Hecken, unterdrückt Unkraut zuverlässig, entzieht dem Boden aber etwas Stickstoff – mit Hornspänen ausgleichen. Laub ist das natürlichste Material und fällt im Herbst ohnehin an – am besten mit etwas Kompost mischen, um Schimmelbildung zu vermeiden. Stroh eignet sich gut für Erdbeeren und Gemüsebeete.
Was nicht gemulcht werden sollte Nicht jede Pflanze mag Mulch. Mediterrane Kräuter wie Thymian, Rosmarin, Salbei und Lavendel brauchen trockenen, warmen Boden – eine feuchtigkeitsspeichernde Mulchschicht schadet ihnen. Auch Zwiebeln sollten nicht gemulcht werden – zu viel Feuchtigkeit verhindert die Reife der Knollen.
Wann und wie dick mulchen? Der beste Zeitpunkt für Gemüsebeete ist ab Juni, wenn die Jungpflanzen eine gewisse Größe erreicht haben – zu früh aufgebrachter Mulch verhindert die Erwärmung des Bodens im Frühling. Als Faustregel gilt: drei bis fünf Zentimeter Schichtdicke reichen bei den meisten Materialien aus. Wichtig: Den Mulch nie direkt an die Pflanzenstängel legen – das begünstigt Fäulnis. Vor dem Mulchen Unkraut entfernen, damit es nicht unter der Schicht weiterwächst. Das 5-teilige Gartengeräte-Set BloomTools hilft dabei, die Erde vor dem Mulchen gleichmäßig zu lockern und Unkraut zu entfernen.
Fazit Mulchen ist eine der wirkungsvollsten und nachhaltigsten Methoden im Garten – weniger Gießen, weniger Jäten, besserer Boden. Wer einmal damit anfängt, macht es jedes Jahr wieder.