Titel: Naturdünger selbst herstellen – einfache Methoden
Düngen ohne Chemie – direkt aus dem Garten Wer seine Pflanzen natürlich düngen möchte, muss nicht auf teure Produkte aus dem Baumarkt zurückgreifen. Viele der besten Dünger lassen sich aus Materialien herstellen, die im Garten oder Haushalt ohnehin anfallen – kostenlos, ökologisch und überraschend wirksam.
Brennnesseljauche – der Klassiker unter den Naturdüngern Brennnesseljauche ist stickstoffreich, pflanzenstärkend und wirkt verdünnt auch gegen Blattläuse. Die Herstellung ist einfach: Den Behälter etwa halb voll mit grob geschnittenen Brennnesseln füllen, mit Regenwasser auffüllen bis alles bedeckt ist – keinen Metalleimer verwenden, da chemische Reaktionen entstehen können. Den Behälter nicht luftdicht verschließen und täglich umrühren. Nach etwa zwei Wochen, wenn keine Blasen mehr aufsteigen, ist die Jauche fertig. Vor dem Gießen im Verhältnis 1:10 mit Wasser verdünnen – für junge Pflanzen 1:20. Achtung: Der Geruch während der Gärung ist intensiv – den Eimer lieber abseits der Sitzecke aufstellen. Die Drucksprühflasche SprayForce eignet sich gut, um die verdünnte Jauche als Blattdünger direkt auf die Pflanzen aufzusprühen.
Komposttee – schnell und unkompliziert Wer keine zwei Wochen warten möchte, macht Komposttee. Reifen Kompost in einen Leinensack füllen und wie einen Teebeutel in einen Eimer mit Wasser hängen – nach etwa 12 bis 24 Stunden ist das Wasser dunkelbraun und der Tee fertig. Im Verhältnis 1:10 verdünnt als Dünger für alle Starkzehrer im Beet oder Kübel verwenden. Immer frisch ansetzen – Komposttee hält sich nicht lange.
Hausmittel als Dünger Wer noch einfacher düngen möchte, schaut in die Küche. Kaffeesatz leicht getrocknet direkt in die Erde einarbeiten – er liefert Stickstoff und lockert die Erde auf. Eierschalen gemahlen und in die Erde gemischt liefern Kalzium. Bananenschalen kleinschneiden, in Wasser einweichen und nach ein bis zwei Wochen verdünnt gießen – das Kalium aus den Schalen fördert die Blütenbildung. Diese einfachen Hausmittel eignen sich besonders gut für Topf- und Balkonpflanzen.
Was nicht gedüngt werden sollte Nicht jede Pflanze braucht viel Dünger. Schwachzehrer wie Kräuter, Erbsen oder Bohnen reagieren auf zu viel Nährstoffzufuhr mit üppigem Wachstum, aber wenig Aroma und Ertrag. Grundsätzlich gilt: Im Winter nicht düngen, da die Pflanzen im Ruhezustand sind und Nährstoffe nicht aufnehmen können.
Fazit Naturdünger selbst herzustellen ist einfacher als gedacht – und schont Boden, Nützlinge und den eigenen Geldbeutel. Brennnesseljauche, Komposttee oder einfache Küchenmittel reichen in den meisten Fällen völlig aus, um Pflanzen gut zu versorgen.