Porree anbauen – Schritt-für-Schritt von Aussaat über Pikieren und Pflanzen bis zur Ernte im Garten

Porree anbauen – Tipps von der Aussaat bis zur Ernte

Das Wintergemüse, das fast das ganze Jahr im Beet steht Porree – je nach Region auch Lauch genannt – ist eines der ausdauerndsten und dankbarsten Gemüse im Garten. Wer die richtige Sorte wählt und gestaffelt anbaut, kann von Juli bis weit in den März des nächsten Jahres frisch aus dem Beet ernten. Kein Aufwand mit Lagerung, kein Verderben – einfach bei Bedarf stechen und verarbeiten.

Sommer-, Herbst- oder Winterporree – die Sortenwahl entscheidet Wer das ganze Jahr Porree ernten möchte, kombiniert drei Typen. Sommerporree wächst schnell und ist ab Mitte Juli erntereif – er ist nicht winterhart und muss vor dem ersten Frost geerntet werden. Herbstporree ist robuster, reift ab September und hält sich bis in den November. Winterporree ist die ausdauerndste Variante – er übersteht strenge Fröste, bleibt den gesamten Winter im Beet und wird nach Bedarf geerntet, solange der Boden nicht gefroren ist. Wer alle drei Typen anbaut, hat von Juli bis März durchgehend frischen Porree griffbereit.

Standort und Boden – nährstoffreich und tiefgründig Porree bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit tiefgründigem, humosem, nährstoffreichem Boden. Als Starkzehrer dankt er eine großzügige Kompostgabe vor dem Anbau. Staunässe unbedingt vermeiden – Porree wurzelt tief und reagiert empfindlich auf dauerhaft nasse Füße. Fruchtfolge beachten: Nach Porree, Zwiebeln, Knoblauch oder Schnittlauch eine Anbaupause von drei bis vier Jahren einhalten.

Vorziehen – der sicherere Weg Der einfachste Einstieg ist das Vorziehen auf der Fensterbank. Ab Februar für Sommersorten, ab März für Herbst- und Wintersorten in Anzuchtschalen mit feiner Erde aussäen, einen Zentimeter tief, gleichmäßig feucht halten. Keimtemperatur mindestens 16 bis 20 Grad – darunter droht das Schossen. Sobald die Jungpflanzen bleistiftdick sind – nach etwa acht bis zwölf Wochen – können sie ins Freiland. Das Mini Gewächshaus GreenFold eignet sich gut als kompakte Anzuchtstation für die frühen Anzuchten ab Februar.

Einpflanzen – tief für weiße Schäfte Das Geheimnis langer, weißer Porreeschäfte liegt in der Pflanzmethode. Jungpflanzen in etwa 15 Zentimeter tiefe Löcher oder Furchen setzen – die Erde nicht auffüllen, sondern die Löcher offen lassen. Pflanzabstand etwa 15 Zentimeter in der Reihe, 30 bis 40 Zentimeter zwischen den Reihen. Nach dem Einpflanzen gut angießen. Im Laufe des Wachstums Erde nach und nach anhäufeln – so bleibt der untere Schaftteil lichtgeschützt und damit zart und weiß. Der Pflanzbohrer PlantDrill hilft dabei, gleichmäßige tiefe Löcher schnell und präzise vorzubereiten.

Gießen und Düngen Porree braucht gleichmäßige Feuchtigkeit – besonders in Trockenperioden regelmäßig gießen. Als Starkzehrer profitiert er von einer Nachdbüngung während der Saison – Brennnesseljauche verdünnt auf 1:10 oder organischer Flüssigdünger alle vier bis sechs Wochen reichen gut aus. Ab Herbst die Düngung einstellen.

Schädlinge – Lauchmotte und Lauchfliege Die größten Feinde des Porrées sind Lauchmotte und Lauchfliege – beide legen Eier an die Pflanze, deren Larven sich durch die Schäfte fressen. Regelmäßig kontrollieren und befallene Pflanzenteile entfernen. Wer vorbeugen möchte, deckt die Beete nach dem Einpflanzen mit einem engmaschigen Insektenschutznetz ab – das hält beide Schädlinge zuverlässig fern und ist die wirksamste Schutzmaßnahme. Die Gartenhandschuhe TouchLeaf eignen sich gut für die regelmäßige Beetpflege und Schädlingskontrolle.

Ernten – von Juli bis März Porree wird mit einer Grabegabel geerntet – seitlich einstechen und die Stange behutsam heraushebeln, nicht herausziehen. Vor dem Ernten den Boden leicht lockern – das erleichtert die Arbeit erheblich. Winterporree bleibt im Beet und wird nach Bedarf frisch geerntet – er schmeckt nach leichtem Frost sogar aromatischer. Wer mehr erntet als benötigt, schneidet Porree in Ringe, blanchiert kurz und friert ein.

Fazit Porree anbauen ist für alle geeignet, die ein pflegeleichtes, winterhartes Gemüse mit langer Erntesaison suchen. Wer alle drei Sortengruppen kombiniert und gestaffelt anbaut, hat von Sommer bis Frühjahr immer frischen Porree im Beet – ganz ohne Lageraufwand.

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