Rhabarberpflanze wächst im Beet mit großen grünen Blättern und roten Stielen; daneben steht ein Korb mit geernteten Rhabarberstangen, im Hintergrund Gartenwerkzeug und sonniges Tageslicht.

Rhabarber anbauen – pflegeleicht und jedes Jahr erntebar

Einmal pflanzen, jahrelang ernten Rhabarber ist eine der dankbarsten Pflanzen im Gemüsegarten – mehrjährig, winterhart, kaum anfällig für Schädlinge und jedes Jahr treu wiederkehrend. Wer einmal eine gute Staude eingepflanzt hat, kann bis zu zehn Jahre lang ohne Neuanpflanzung ernten. Kein Wunder, dass Rhabarber in vielen deutschen Gärten seit Generationen dazugehört.

Standort und Boden Rhabarber mag sonnige bis halbschattige, windgeschützte Standorte mit tiefgründigem, humusreichem und gleichmäßig feuchtem Boden. Staunässe verträgt er nicht – der Boden sollte durchlässig sein. Pro Pflanze mindestens einen Quadratmeter Fläche einplanen – die großen, dekorativen Blätter brauchen Platz. Vor der Pflanzung den Boden tief lockern und reichlich Kompost einarbeiten – Rhabarber ist ein Starkzehrer und dankt gute Bodenvorbereitung mit kräftigen Stielen.

Wann und wie pflanzen? Die beste Pflanzzeit ist das Frühjahr ab März oder der Herbst nach dem Absterben der Blätter. Rhabarber wird fast nie aus Samen gezogen – üblich sind Rhizomstücke oder fertige Jungpflanzen aus dem Handel. Das Rhizom so tief einsetzen, dass die Knospen etwa zwei Zentimeter unter der Erdoberfläche liegen. Nach dem Einpflanzen gut angießen. Wichtig: Im ersten Jahr nicht ernten – die Pflanze soll sich in Ruhe einwurzeln. Ab dem zweiten Jahr darf maßvoll geerntet werden, ab dem dritten Jahr richtig.

Gießen und düngen Rhabarber braucht regelmäßige Feuchtigkeit – besonders in der Hauptwachstumsphase von April bis Juni. Mulchen hält die Feuchtigkeit im Boden und spart Gießgänge. Im Frühjahr eine Kompostgabe einarbeiten, nach der Ernte Ende Juni erneut düngen – so regeneriert sich die Pflanze gut für das nächste Jahr. Blütenansätze sofort entfernen – wer blüht, verliert Kraft für die Stielbildung.

Richtig ernten – bis Ende Juni Die Erntezeit beginnt ab April und endet traditionell zum Johannistag am 24. Juni. Danach steigt der Gehalt an Oxalsäure in den Stielen stark an. Ernten durch Herausdrehen – nie abschneiden: Stiel nahe am Ansatz greifen, leicht drehen und mit einem kräftigen Zug herausreißen. Pro Saison maximal ein Drittel bis die Hälfte der Stiele ernten – der Rest bleibt der Pflanze für das weitere Wachstum. Die Gartenhandschuhe DornGuard schützen die Hände beim Ernten und bei der Bodenpflege rund um die großblättrige Staude.

Winterruhe und Verjüngung Im Herbst zieht sich Rhabarber in den Boden zurück – abgestorbene Blätter entfernen und den Wurzelstock mit einer Schicht Laub oder Kompost abdecken. Einen eigenen Winterschutz braucht er nicht – er ist sehr frosthart. Nach etwa zehn Jahren nachlassende Erträge sind das Zeichen zur Verjüngung: Die Staude im Herbst ausgraben, den Wurzelstock in faustgroße Stücke mit je zwei bis drei Knospen teilen und an neuen Standorten einpflanzen – fertig.

Tipp – früher ernten Wer die Ernte um zwei bis drei Wochen vorziehen möchte, stülpt im zeitigen Frühjahr einen dunklen Eimer oder eine Folienhaube über den Wurzelstock. Die Dunkelheit und Wärme treibt den Rhabarber früher aus – die Stiele werden außerdem zarter und aromatischer. Diese Methode nur alle zwei Jahre anwenden, da sie die Pflanze schwächt.

Fazit Rhabarber anbauen lohnt sich – für alle, die einmal pflanzen und jahrelang ernten möchten. Mit dem richtigen Standort, etwas Kompost im Frühjahr und der Ernte bis Ende Juni ist Rhabarber eine der unkompliziertesten Dauerkulturen im Gemüsegarten.

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