Das zuverlässigste Küchenkraut überhaupt Schnittlauch gehört zu den unkompliziertesten Pflanzen, die man im Garten oder auf dem Balkon haben kann – mehrjährig, winterhart, kaum anfällig für Schädlinge und jedes Jahr treu wiederkehrend. Wer einmal eine Pflanze hat, erntet jahrelang frische Halme ohne großen Aufwand.
Standort – sonnig bis halbschattig Schnittlauch ist bei der Standortwahl anspruchslos. Ideal ist ein sonniger bis halbschattiger Platz – zu viel direkte Mittagssonne verträgt er weniger gut, da die Blätter dann verbrennen können. Ein Süd-West- oder Süd-Ost-Balkon ist perfekt. Im Garten lässt er sich gut zwischen Gemüsepflanzen setzen – sein Geruch hält manche Schädlinge fern.
Boden und Gefäß Schnittlauch braucht lockere, nährstoffreiche, gut durchlässige Erde – Staunässe verträgt er nicht. Im Topf oder Kübel unbedingt auf ein Abflussloch und eine Drainageschicht am Boden achten. Da die Zwiebeln oberflächennah wachsen, reicht ein nicht allzu tiefer Topf – etwa 15 Zentimeter Tiefe sind ausreichend. Der Stoff Pflanzkübel FoldBloom ist durch seine atmungsaktive Struktur und gute Drainage gut für Schnittlauch auf dem Balkon geeignet.
Supermarkt-Schnittlauch retten – so geht's Gekaufter Schnittlauch aus dem Supermarkt steckt meist sehr eng in einem kleinen Topf und schwächelt schnell. Die Lösung: Den Ballen in zwei bis drei Teile aufteilen – entweder mit den Händen oder mit einem Messer – und in frische, nährstoffreiche Erde umtopfen. Nach kurzer Erholungsphase wächst er kräftig weiter und liefert wochenlang frische Halme.
Aussaat – wer ganz von vorne anfangen möchte Schnittlauch kann ab März direkt auf der Fensterbank oder ab April ins Freiland gesät werden. Keimdauer etwa zwei bis drei Wochen. Im ersten Jahr die Ernte zurückhalten – die Pflanze soll sich erst etablieren. Ab dem zweiten Jahr wächst er kräftiger und kann regelmäßig geerntet werden.
Gießen und Düngen Im Freiland deckt Regen den Wasserbedarf meist ausreichend – im Topf regelmäßig kontrollieren und bei Bedarf gießen. Die Erde sollte stets leicht feucht sein, aber nie nass. Im Frühjahr eine kleine Kompostgabe oder organischen Dünger einarbeiten – das reicht für das gesamte Jahr. Im Topf alle sechs Wochen während der Wachstumszeit etwas Flüssigdünger geben. Die Drucksprühflasche SprayForce eignet sich gut für das schonende Gießen und für das Aufsprühen von Flüssigdünger.
Ernten und schneiden Ab einer Halmhöhe von etwa 15 Zentimetern kann geerntet werden. Halme bodennah abschneiden – nie einzelne Halme herausziehen, da das die Zwiebeln beschädigt. Immer nur maximal die Hälfte der Halme auf einmal ernten – die Pflanze braucht den Rest zum Nachwachsen. Blütenknospen rechtzeitig entfernen – sobald Schnittlauch blüht, werden die Halme zäher und verlieren an Aroma. Die Blüten selbst sind essbar und eignen sich als dekorative Garnitur für Salate und Suppen.
Überwintern und Verjüngen Im Garten zieht Schnittlauch im Herbst ein und treibt im Frühjahr zuverlässig wieder aus – kein Winterschutz nötig. Im Topf an einen kühlen, frostfreien Ort stellen – nicht in die warme Wohnung, da zu viel Wärme das natürliche Einziehen verhindert. Alle drei Jahre die Pflanze teilen und verjüngen – das fördert kräftiges Wachstum und liefert gleichzeitig neue Pflanzen.
Fazit Schnittlauch ist das perfekte Einsteigerkraut – pflegeleicht, mehrjährig, winterhart und fast das ganze Jahr über erntebar. Wer einmal eine Pflanze hat und sie regelmäßig teilt, hat auf Jahre hinaus immer frischen Schnittlauch griffbereit.