Tomaten sind bei der Pflege anspruchsvoller als ihr Ruf Tomaten gelten als pflegeleichte Gemüsepflanze – und das stimmt zum größten Teil. Beim Gießen und Düngen sind sie jedoch empfindlicher als viele andere Sorten. Wer die häufigsten Fehler kennt und vermeidet, wird mit einer deutlich besseren Ernte belohnt.
Die goldenen Regeln beim Gießen Immer morgens gießen – nie mittags in der prallen Sonne und möglichst nicht abends. Tagsüber trocknen die Blätter ab, was Pilzkrankheiten wie Kraut- und Braunfäule verhindert. Nur von unten gießen – nie über die Blätter, immer bodennah direkt an den Stamm. Wasser auf den Blättern wirkt in der Sonne wie ein Brennglas und begünstigt Pilzbefall. Immer gleichmäßig gießen – das ist der wichtigste Grundsatz bei Tomaten überhaupt. Trockenheit gefolgt von zu viel Wasser führt dazu, dass die Früchte aufplatzen oder die Blütenendenfäule entsteht – eine physiologische Störung, bei der die Tomatenunterseite schwarz und matschig wird. Regenwasser ist besser als Leitungswasser – es ist kalkarm und hat eine angenehme Temperatur. Wer auf Leitungswasser angewiesen ist, lässt die Gießkanne über Nacht stehen, damit sich das Wasser etwas erwärmen kann.
Wie oft und wie viel gießen? Das lässt sich pauschal nicht beantworten – Temperatur, Standort und Topfgröße spielen alle eine Rolle. Am zuverlässigsten ist die Daumenprobe: Ist die Erde in zwei bis drei Zentimetern Tiefe noch feucht, kann gewartet werden. Als Richtwert gilt: eine ausgewachsene Tomatenpflanze braucht an heißen Sommertagen bis zu zwei Liter Wasser täglich. Im Kübel trocknet die Erde schneller aus als im Beet – dort täglich kontrollieren. Eine Mulchschicht aus Stroh oder Rasenschnitt rund um die Pflanze hält die Feuchtigkeit im Boden und spart viele Gießgänge. Die Drucksprühflasche SprayForce eignet sich gut für die gezielte Bewässerung einzelner Pflanzen sowie für das Aufsprühen von flüssigem Naturdünger direkt auf die Erde.
Tomaten düngen – wann, womit und wie oft Tomaten sind Starkzehrer und brauchen über die gesamte Saison regelmäßige Nährstoffversorgung. Vor dem Einpflanzen etwas Kompost oder Hornspäne in die Erde einarbeiten – das bildet die Grundversorgung. Ab dem ersten Fruchtansatz alle ein bis zwei Wochen mit einem organischen Flüssigdünger nachdüngen. Wichtig: Immer in feuchte Erde düngen – nie in trockenen Boden. Brennnesseljauche ist eine einfache, günstige Alternative zum gekauften Dünger und kräftigt die Pflanze gleichzeitig gegen Schädlinge.
Die häufigsten Fehler auf einen Blick Von oben gießen ist der Klassiker – und einer der häufigsten Gründe für Pilzkrankheiten. Ungleichmäßiges Gießen führt zu aufgeplatzten Früchten und Blütenendenfäule. Zu kaltes Leitungswasser direkt aus dem Hahn kann die Wurzeln stressen. Zu spät abends gießen begünstigt Schimmel und Pilzbefall. Zu wenig oder zu viel düngen – beides schadet: Mangel zeigt sich durch gelbe Blätter, Überdüngung durch geschmacksarme Früchte und Krankheitsanfälligkeit.
Fazit Wer Tomaten richtig gießt und düngt, hat deutlich weniger Probleme mit Pilzkrankheiten, Platzen der Früchte oder schlechter Ernte. Die wichtigste Regel ist Gleichmäßigkeit – beim Gießen wie beim Düngen.