Die Ernte richtig timen Zwiebeln und Knoblauch verraten selbst, wann sie erntereif sind – wenn man weiß, worauf man achten muss. Bei beiden gilt: Das Laub beginnt zu vergilben und umzuknicken – das ist das Signal. Bei Zwiebeln ist der beste Zeitpunkt, wenn etwa die Hälfte bis zwei Drittel des Laubs umgeknickt ist. Wer zu früh erntet, bekommt kleine, schlechter lagerfähige Knollen. Wer zu spät erntet, riskiert, dass die Knollen aufplatzen oder anfangen zu treiben. Knoblauch wird geerntet, sobald die unteren Blätter braun werden und absterben – noch bevor das gesamte Laub vertrocknet ist, da die Knollen sonst auseinanderfallen und sich schlechter lagern lassen. Als grobe Orientierung: Winterknoblauch ist ab Juni bis Juli erntereif, Sommerknoblauch etwas später im Juli bis August. Zwiebeln folgen meist im Juli und August.
So wird richtig geerntet Immer an einem trockenen, sonnigen Tag ernten – feuchte Knollen sind anfälliger für Fäulnis und Schimmel. Den Boden mit einem Unkrautstecher SteelHand oder einer Grabegabel vorsichtig lockern und die Knollen behutsam herausziehen – nie mit roher Gewalt, da Beschädigungen die Haltbarkeit verkürzen. Erde sanft abklopfen, aber nicht waschen – Feuchtigkeit begünstigt Schimmelbildung.
Trocknen – der wichtigste Schritt Bevor Zwiebeln und Knoblauch eingelagert werden, müssen sie gründlich trocknen. Bei gutem Wetter können frisch geerntete Zwiebeln einfach auf dem Beet liegen bleiben – ein bis zwei Tage reichen. Bei Regen oder feuchtem Wetter an einem luftigen, trockenen Ort aufhängen oder auf einem Gitter ausbreiten. Knoblauch braucht etwas länger – etwa zwei bis drei Wochen hängend oder liegend an einem dunklen, belüfteten Ort. Die klassische und praktischste Methode: das Laub mehrerer Pflanzen zu einem Zopf flechten und aufhängen – so trocknen und lagern die Knollen gleichzeitig.
Richtig lagern – was wohin gehört Beide mögen es kühl, dunkel, trocken und gut belüftet – und dürfen ruhig zusammen gelagert werden, da sie dieselben Ansprüche haben. Zwiebeln halten sich bei Raumtemperatur in einer gut belüfteten Speisekammer am besten – im kühlen Keller keimen sie schneller. Knoblauch bevorzugt dagegen einen etwas kühleren Ort mit Temperaturen um 0 bis 10 Grad und niedriger Luftfeuchtigkeit – ein unbeheizter Keller oder Vorratsraum ist ideal. Netzsäcke oder luftige Holzkisten eignen sich gut zur Lagerung – Knollen dabei nicht höher als 15 bis 20 Zentimeter schichten, damit sie sich nicht gegenseitig zerdrücken. Wichtig: Zwiebeln und Knoblauch nie neben Kartoffeln lagern – sie beeinflussen sich gegenseitig negativ und verderben schneller. Keinen Kühlschrank verwenden – Knoblauch wird dort bitter, Zwiebeln keimen schneller.
Wie lange halten sie sich? Gut getrocknete und richtig gelagerte Zwiebeln halten sich sechs bis acht Monate. Knoblauch ist ähnlich lange haltbar – unter optimalen Bedingungen sogar bis zum nächsten Frühjahr. Beschädigte oder angefaulte Knollen vor der Einlagerung aussortieren – ein schlechtes Exemplar kann die gesamte Lagerung gefährden.
Fazit Zwiebeln und Knoblauch ernten und lagern ist einfacher als viele denken – wenn Erntezeitpunkt, Trocknung und Lagerort stimmen. Wer diese drei Faktoren im Griff hat, hat bis weit in den Winter hinein frisches Erntegut aus dem eigenen Garten.